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Medikamente für Magen, Darm und Verdauung

 

Durch Aufnahme von Nahrung und ihrer Verdauung beziehen wir die zum Leben benötigte Energie. Unter Beteiligung vor allem von Magen und Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse werden in der Nahrung enthaltene Energieträger (v.a. Fette, Eiweise und Kohlehydrate), Wasser, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente etc. aufgeschlossen und in einer für den Stoffwechsel geeigneten Form bereitgestellt. Nicht verwertbare Bestandteile und Stoffwechsel-Endprodukte werden wieder ausgeschieden.

So vielfältig und komplex wie die daran beteiligten Organe sind auch die Erkrankungen des Verdauungstraktes. Viele leichte Erkankungen und Befindlichkeitsstörungen des Verdauungstraktes sind durch Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente behandelbar. Basiswissen um die Erkrankung, Eignung, Wirkungen und Nebenwirkungen der Medikamente sind bei der Einnahme jedoch erforderlich. Die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker oder diese Seite helfen ein geeignetes Medikament zu finden.

Durchfall und Verstopfung sind häufige Erkrankungen des Darms und können in vielen Fällen in Selbstmedikation behandelt werden. Durchfall mit Fieber oder blutigem Stuhl muss ein Arzt behandeln! Ein durch Antibiotika verursachter Durchfall kann durch Sanierung der Darmflora behandelt werden. Bei Verstopfung sind quellende oder Wasser anziehende Präparate (Leinsamen, Milchzucker, Lactulose, Ballaststoffpräparate, ggf. Klistiere, Macrogol) zu bevorzugen.

Durch Magenübersäuerung entstandenes Sodbrennen kann durch Medikamente, die überschüssige Säure abfangen (Magaldrat, Hydrotalcid, Aluminiumhydroxyd, Almasilat, Magnesiumhydroxid oder Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat) oder die Bildung von Magensäure vermindern (Ranitidin, Famotidin), behandelt werden.

Als Begleiterscheinung einer Grunderkrankung oder als Befindlichkeitsstörung können Erbrechen und Übelkeit auftreten. Traditionell angewendete Präparate pflanzlichen Ursprungs (Tees, Auszüge und Tinkturen verschiedener Pflanzen, aber auch Dimenhydrinat werden dabei erfolgreich eingesetzt.

Ein Mangel an Verdauungsenzymen wird mit enzymhaltigen Präparaten (Pankreaspulver, Pankreatin, Amylase, Lipase, Protease) ausgeglichen. Blähungen werden häufig mit enzymatisch (s. Enzyme) und/oder physikalisch wirkenden Medikamenten (Dimeticon, Simeticon) behandelt.

Medikamente gegen Gallenbeschwerden (nur Krämpfe!), Krämpfe von Magen und Darm (Tees, Auszüge aus Pflanzen, Butylscopolamin) und Präparate zum Schutz der Leber (u.a. Mariendistel-Präparate) sind ebenso rezeptfrei erhältlich.

Wie bei allen Medikamenten soll der Anwender generell die Art der Erkrankung sicher erkannt haben oder sich aus einschlägigen Quellen Rat suchen. Das Auftreten längerer oder unklarer Beschwerden erfordert die Konsultation eines Arztes. Dies gilt insbesondere für Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und stillende Mütter.

 

 


Gesundheits-Nachrichten:

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Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Finanzergebnissen des Jahres 2009 einen Überschuss von rd. 1,1 Mrd. Euro zu verzeichnen. Den Einnahmen in Höhe von 171,9 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von 170,8 Mrd. Euro gegenüber. Die Überschüsse helfen ...
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