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Aspirin Tabletten

 

Das weltweit bekannteste Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber ist Aspirin oder ASS (Wirkstoff Acetylsalicylsäure). Relativ unbekannt ist dagegen, dass schon Römer, Griechen, Germanen und Kelten von dieser heilenden Wirkung wussten, indem sie einen Sud aus gekochter Weidenrinde herstellten. Der "Zaubertrank" schmeckte bitter, aber wirkte umso besser. Das Rezept wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

 

1828 gelang es Johann Andreas Buchner, das Salicin, den Vorläufer von ASS,; aus Weidenrindenextrakten (Weide, Salix sp.) zu isolieren. 1853 synthetisierte Charles Frédéric Gerhardt erstmals unreine Acetylsalicylsäure. Von 1874 an wurde Salicylsäure durch Friedrich von Heyden großtechnisch in seiner "Salicylsäurefabrik Dr. F. v. Heyden" in Radebeul bei Dresden hergestellt und als Medikament eingesetzt, jedoch schränkten der bittere Geschmack und Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden den Einsatz ein. Am 10. August 1897 gelang der synthetische Nachbau des geheimnisvollen Mittels in Wuppertal-Elberfeld. Felix Hoffmann aber auch Arthur Eichengrün, beide Wissenschaftler im Dienste von Bayer, werden als Erfinder des Aspirins diskutiert. Die Arbeit Eichengrüns soll wegen seines jüdischen Glaubens vor allem von den Nationalsozialisten geschmälert und geleugnet worden sein. Tatsache ist das erstmalige Herstellen der chemisch reinen und stabilen Verbindung "Acetylsalicylsäure (ASS)". Der Bayer-Konzern nannte dies verkaufsfördernd "Aspirin Tabletten" ("A" für acetyl- und "spirin" für Spire, eine salicylathaltige Pflanze, auch Echter Mädesüß genannt) und patentierte die Erfindung 1899 unter der Nummer 36433 beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin. Namensgeber war Dr. Kurt Witthauer, Oberarzt der Inneren Abteilung am Diakonissenhaus in Halle/Saale, der ASS an 50 Patienten testete.

 

Obwohl die therapeutische Wirkung von ASS oft beschrieben wurde, gelang erst 1971 dem britischen Pharmakologen John R. Vane den Mechanismus des Wirkstoffes ASS zu ergründen, mit dem Nachweis der Hemmung der Prostaglandinbiosynthese. Dafür erhielt Vane 1982 den Nobelpreis für Medizin.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt den Wirkstoff ASS in der Liste der unentbehrlichen Medikamente. Die Bayer-Marke heißt immer noch Aspirin und wird nicht nur als Schmerztablette, sondern auch als Medikament gegen Migräne (Aspirin Migräne), als Blutverdünner (Aspirin Protect, Aspirin 100) und in Kombination als Medikament gegen Erkältungsbeschwerden (Aspirin Complex) eingesetzt. Zahlreiche Marken von Drittanbietern benutzen dagegen die Abkürzung des Wirkstoffes: ASS.

 

s.a.

- Wikipedia Acetylsalicylsäure

- www.aspirin.de

 

Anwendungsgebiete Aspirin 0,5 g:

 

Tabletten bei leichten bis mäßigen Schmerzen, Fieber.

Hinweise:

Acetylsalicylsäurehaltige Medikamente wie Aspirin sollen bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen wegen des möglichen Auftretens eines Reye-Syndroms nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.

Acetylsalicylsäurehaltige Medikamente wie Aspirin nicht längere Zeit oder in höheren Dosen ohne Befragen des Arztes anwenden.>

 

Gegenanzeigen:

 

Aspirin nicht anwenden bei:

- Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure und andere Salicylate bzw. gegen einen der sonstigen Bestandteile

- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren

- erhöhter Blutungsneigung.

 

Aspirin soll in der Regel nicht oder nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei:

- Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer/Antirheumatika oder andere allergene Stoffe

- gleichzeitiger Therapie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin - mit Ausnahme niedrigdosierter Heparintherapie)

- Asthma bronchiale

- chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden

- vorgeschädigter Niere

- schweren Leberfunktionsstörungen.

 

Nebenwirkungen:

 

Erhöhte Blutungsneigung und verzögerte Gerinnung. Vor geplanten Eingriffen ist Aspirin abzusetzen und ggf. durch ein anderes Medikament zu ersetzen.

 

Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden, und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerzmittel und Rheumamittel aller Art sind bei Anwendung von acetylsalicylsäurehaltigen Schmerzmitteln durch Asthmaanfälle gefährdet. Sie sollten vor Anwendung von Aspirin den Arzt befragen. Das gleiche gilt für Patienten, die auch gegen andere Stoffe allergisch reagieren, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber.

 

Bei häufiger und längerer Anwendung von Aspirin Tabletten kann es in seltenen Fällen zu Magengeschwüren und zu schweren Magenblutungen kommen. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl ist sofort der Arzt zu benachrichtigen. Schwindel und Ohrenklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Symptome einer Überdosierung sein. In diesen Fällen ist der Arzt zu benachrichtigen. Bei chronischer Einnahme von Acetylsalicylsäure können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalten der Kopfschmerzen führen können.

 

Sollte es bei Anwendung von Aspirin zu langanhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms sein, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.

 

Vorsicht ist bei Patienten mit erhöhten Harnsäurespiegeln geboten, da Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung vermindert, kann Aspirin unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

 

Schwangerschaft und Stillzeit:

 

Da der Einfluss einer Prostaglandinsynthesehemmung auf die Schwangerschaft ungeklärt ist, sollte Acetylsalicylsäure im 1. und 2. Trimenon nur nach Rücksprache mit der Arzt eingenommen werden.

Eine Einnahme von Aspirin ist im letzten Schwangerschaftsdrittel ist kontraindiziert.

Im letzten Trimenon der Schwangerschaft kann die Einnahme von Salicylaten zu einer Verlängerung der Gestationsdauer und zu Wehenhemmung führen. Bei Mutter und Kind ist eine gesteigerte Blutungsneigung beobachtet worden. Bei Einnahme von Acetylsalicylsäure kurz vor der Geburt kann es insbesondere bei Frühgeborenen zu intrakranialen Blutungen kommen. Ein vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus beim Feten ist möglich.

 

Salicylate und ihre Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über.

Da nachteilige Wirkungen auf den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei Einnahme höherer Dosen von Aspirin (über 150 mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden.

 

Dosierung:

 

Kinder 6-14 Jahre:

250 mg (1/2-1 Tablette Aspirin) bis zu 3 mal täglich (im Abstand von 4-8 Stunden).

 

Erwachsene und Jugendliche:

500-1000 mg (1-2 Tabletten Aspirin), bis zu 3 mal täglich (im Abstand von 4-8 Stunden).

 

Hinweis:

Bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis verringert bzw. der Abstand zwischen den Einnahmen verlängert werden.

 

Art und Dauer der Anwendung von Aspirin Tabletten:

Die Einnahme von Aspirin Tabletten erfolgt mit reichlich Flüssigkeit und nicht auf nüchternen Magen.

 

Hinweise:

Acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden. Ganz allgemein kann die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.

 

Haltbarkeit:

 

Vor Feuchtigkeit schützen. Aspirin Tabletten sollten deshalb in der Originalpackung aufbewahrt werden.

 

Die bereitgestellten Informationen dienen Ihrer Information und beruhen auf den Angaben des Herstellers. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

s.a.:

- Aspirin Plus C

- Aspirin Complex

 

Aspirin Tabletten können bei Parcelmed ohne Rezept bestellt werden.