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Meteozym

 

Anwendungsgebiete:

 

Störung der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion (unzureichender Verdauung) und vermehrter Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Blähungen und Windabgang) einhergehen.

 

Wirkstoffe:

 

Pankreatin (2690 mg Pankreas-Pulver entspr. 15000 Ph.-Eur.-Einheiten Lipase)

Simeticon 100 mg


Meteozym nicht anwenden bei:

 

- bekannter Überempfindlichkeit gegen Pankreatin, Schweinefleisch oder einen der sonstigen Bestandteile.

- akuter Pankreatitis oder einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase (in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe von Pankreatin (z.B. Meteozym) bei Hinweisen auf eine noch oder weiterhin bestehende Pankreasinsuffizienz sinnvoll.)

- Mukoviszidose bei Kindern unter 15 Jahren nicht angewendet werden.

- Kindern unter 12 Jahren

 

Schwangerschaft und Stillzeit:

 

Meteozym kann während der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden.

 

Nebenwirkungen:


Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):

- Schleimhautreizungen im Magen-Darmtrakt und im Bereich des Anus führen.

 

In Einzelfällen sind allergische Reaktionen vom Soforttyp (wie z.B. Hautausschlag, Niesen, Tränenfluss, Bronchospasmus) sowie allergische Reaktionen des Verdauungstraktes nach Einnahme von Pankreatin beschrieben worden.

Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreatin die Bildung von Strikturen der Ileozoekalregion und des Colon ascendens beschrieben worden. Bei der Mehrzahl der betroffenen Patienten lag eine Fibrose und Striktur des aufsteigenden Colons vor. Seltener traten auch ähnliche Erscheinungen im terminalen Ileum und Caecum auf. Hierbei wurden wiederholt und langfristig hohe Dosierungen an Pankreatin mit einem Lipasegehalt von über 40000 E. bis 50000 E. pro kg Körpergewicht und Tag verabreicht.

 

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:

Bei Patienten mit Mukoviszidose kann vor allem unter der Einnahme hoher Dosen von Pankreatin eine erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden.

 

Hinweise:

Bei Patienten mit einer Pankreasinsuffizienz anderer Genese sind bisher keine Darmstrikturen aufgetreten.

Zu Simeticon sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

Dosierung:

Die Behandlung mit Meteozym richtet sich auf das Ziel, ein normales Körpergewicht zu erreichen bzw. zu halten und die Stuhlgangshäufigkeit und -beschaffenheit zu normalisieren.

 

Die Dosierung von Meteozym richtet sich in jedem Fall nach dem Schweregrad der Pankreasinsuffizienz. Als allgemeine Richtdosis wird ein Lipaseanteil pro Mahlzeit von 20000-40000 Ph.-Eur.-Einheiten empfohlen. Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Dosis daher 1-2 magensaftresistente Tabletten Meteozym pro Mahlzeit (entsprechend 15000-30000 Ph.-Eur.-Einheiten pro Mahlzeit).

 

Eine Erhöhung der Meteozym-Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Symptome (z.B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen) ausgerichtet sein. Eine tägliche Enzymdosis von 15000-20000 Ph.-Eur.-Einheiten Lipase pro kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.

Aufgrund des Gehaltes an Simeticon sollte eine Dosis von 3mal 2 Meteozym Tabletten nicht überschritten werden, bei einem höheren Bedarf an Pankreasenzymen stehen Präparate ohne Simeticon zur Verfügung.

Besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Dosis von Meteozym unter Berücksichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten die für eine adäquate Fettresorption notwendige Enzymdosis nicht überschreiten.

 

Art und Dauer der Anwendung:

Meteozym Tabletten sind unzerkaut zu den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.

Es wird empfohlen reichlich Flüssigkeit (Wasser, Saft oder lauwarmer Tee) nachzutrinken.

Die Dauer der Anwendung ist von Meteozym nicht eingeschränkt, richtet sich nach dem Krankheitsverlauf und wird vom Arzt bestimmt.

 

Hinweis:

Intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose. Bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik sollte daher auch die Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht gezogen werden.


Haltbarkeit:

Vor Feuchtigkeit schützen. Nicht über 25°C lagern.

 

Die bereitgestellten Informationen dienen Ihrer Information und beruhen auf den Angaben des Herstellers. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

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